Graue Wolken und Dauerregen konnten die Tatkraft in Selbach nicht bremsen: Am vergangenen Samstag versammelten sich 18 engagierte Bürgerinnen und Bürger, um beim traditionellen Freiwilligentag Hand an das Erscheinungsbild ihrer Heimat zu legen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – Selbach strahlt pünktlich zum Frühjahr in neuem Glanz.
Trotz der widrigen Wetterbedingungen war die Stimmung unter den Helfern hervorragend. In verschiedenen Trupps wurden im gesamten Ortsgebiet Müll gesammelt, Straßenschilder von Winterschmutz befreit, Beete bepflanzt und in die Jahre gekommene Sitzbänke fachgerecht restauriert. Besonders erfreulich: Das Engagement zieht sich durch alle Generationen. Mit Benedikt und Felix stellten die jüngsten Teilnehmer unter Beweis, dass ihnen die Zukunft ihres Dorfes am Herzen liegt.
Nach getaner Arbeit lud die Ortsgemeinde zur verdienten Stärkung in die Gemeindegarage ein. Ein besonderer Dank gilt hier der Jagdgenossenschaft und dem Jagdpächter, die mit einer großzügigen Spende von insgesamt 100 Euro für das leibliche Wohl sorgten. Bei heißer Fleischwurst und kühlen Getränken ließen die Helfer den Tag in geselliger Runde ausklingen.
„Das Dorf ist jetzt wieder herausgeputzt“, resümierte Ortsbürgermeister Matthias Grohs und sprach allen freiwilligen Helfern einen herzlichen Dank für ihren tatkräftigen Einsatz aus. In den Dank schließt er auch die fleißigen „Beetschwestern“ mit ein, die mehrere Osternester auf dem Dorfplatz liebevoll platziert hatten. Solche Aktionen zeigen einmal mehr den starken Zusammenhalt in Selbach.
Der Selbacher Gemeinderat hat sich in der laufenden Legislatur die Förderung der dörflichen Gemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Mit der Umsetzung eines Gemeinderatsbeschlusses vom September letzten Jahres gelingt nun ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Unter dem Motto „Selbach trifft sich“ lädt die Ortsgemeinde alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig vom Alter – zu einem ungezwungenen Beisammensein ein. Geplant sind künftig vierteljährliche Treffen an wechselnden Orten innerhalb der Gemeinde. Mal wird Kaffee und Kuchen untereinander gereicht, ein anderes Mal wird gegrillt.
Die Idee wurde von Mitgliedern des Gemeinderats in einer Arbeitsgruppe entwickelt. Ziel ist es, das Miteinander im Ort zu stärken, indem die Selbacher zusammenkommen, sich austauschen und auch den neuesten Tratsch erzählen können. „Wir bieten die Plattform, die Mitbringparty schmeißen die Gäste selbst“, so die Ratsmitglieder.
Beim ersten Termin am Sonntag, 07. Juni um 15:00 Uhr an der Hüsch-Garage treffen sich die Selbacher zum klassischen Kaffeeklatsch. Für das leibliche Wohl sorgen die Gäste teilweise selbst: Kaffee und Tee werden vom Gemeinderat bereitgestellt, Kuchen sowie Besteck können und sollen von den Teilnehmern selbst mitgebracht werden.
Ortsbürgermeister Matthias Grohs begrüßt die Initiative und freut sich über die Umsetzung des entsprechenden Gemeinderatsbeschlusses aus dem vergangenen Jahr: „Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Angebot wahrnehmen, ob Alt oder Jung, Neubürger oder Einheimische!“
Ehrwürdige Pharaoninnen, entlaufene Rinder, lustige Minions und fröhliche Gesichter verwandeln das Dorf in eine Narrenwelt.
Das regnerische Wetter am diesjährigen Rosenmontag hielt die Selbacher nicht ab, ordentlich Karneval zu feiern. Sehen Sie hier eine kleine Bildergalerie vom bunten Treiben auf unseren Straßen. Fotos: Peter Hutzler.
Achter „Selbacher Dialog“ fand digital statt. Viertägiges Jubiläum des Musikvereins, Sommerkino, Mehrgenerationenfest und vieles mehr geplant. Über 1.000 Vereinsmitgliedschaften im 800-Einwohnerdorf.
Pünktlich zum Beginn des Jahres liegt der neue Veranstaltungskalender der Ortsgemeinde Selbach und aller Vereine vor. Um diesen abzustimmen, treffen sich auf Einladung des Ortsbürgermeisters traditionsgemäß zu Beginn des Jahres alle Vereinsvertreter zum gemeinsamen „Selbacher Dialog“, dem nunmehr achten seiner Art. Allerdings musste die Präsenzsitzung aufgrund der winterlichen Wetterkapriolen kurzfristig abgesagt werden. So fand die Abstimmung telefonisch und auf digitalem Wege statt. Beteiligt am Dorfdialog waren die Vorsitzenden von DJK Wissen-Selbach, Förderverein „Wir für Selbach“, Karnevalsfrauen, Musikverein Brunken, Schützenbruderschaft St. Hubertus, Sportfreunde Selbach sowie St. Anna-Verein.
Im neuen Jahr gibt es wahrlich ein „Jahrhundertereignis“ im Dorf: Das hundertjährige Bestehen des Musikvereins Brunken wird an vier Tagen rund um das Pfingstfest auf dem Festgelände in Brunken-Kölbach spektakulär gefeiert. Erstmals werden bei einem „Sommerkino“ am 15. August unter freiem Himmel Filmaufnahmen aus dem Dorfleben vergangener Jahrzehnte präsentiert. Das alle zwei Jahre stattfindende Mehrgenerationenfest steht am 12. September im Kalender. Selbstverständlich dürfen sich die Selbacher und Gäste auf die beliebten Traditionsveranstaltungen wie zum Beispiel Schützen- und Heimatfest, Rosenmontagszug, Weihnachtsschauturnen und Glühweinbude zu den gewohnten Terminen freuen.
Ortsbürgermeister Matthias Grohs fragte im Vorfeld die jeweiligen Mitgliederzahlen ab. Mit insgesamt 1.087 Vereinszugehörigkeiten gibt es mehr Vereinsmitglieder als Einwohner in Selbach (rund 800). „Diese Zahl ist beeindruckend. Mehr noch aber freue ich mich, dass bei allem Individualismus, der in der Gesellschaft um sich greift, die ehrenamtlich Tätigen aus unserem Dorf immer wieder auf´s Neue Gemeinschaft und Zusammenhalt bewirken – durch Ideen, Tatkraft und Opfern ihrer Freizeit. Ohne Ehrenamt liefe rein gar nichts im Ort.“ Er dankte allen Dialogteilnehmern dafür und bat, diese Anerkennung in die Vereine mitzunehmen.
Am Samstag, dem 27. September 2025, machte die mobile Saftpresse der Privat-Kelterei Junge am Schützenplatz in Selbach Station. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten ab 8:00 Uhr die Gelegenheit, ihre mitgebrachten Äpfel direkt vor Ort zu ihrem ganz persönlichen Saft pressen zu lassen. Innerhalb von zehn Stunden wurden nahezu 12 Tonnen Äpfel zu frischem Apfelsaft verarbeitet. Die dabei anfallenden Pressrückstände wurden regionalen Landwirten als Tierfutter zur Verfügung gestellt – so konnten die Äpfel vollständig und nachhaltig verwertet werden. Organisiert wurde die Aktion in Zusammenarbeit der Ortsgemeinden Selbach und Fensdorf. Im kommenden Jahr wird die mobile Saftpresse voraussichtlich wieder am Bürgerhaus in Fensdorf Station machen.
v.l.n.r.: Lukas Schneider, Manuel Wallenborn, Gerd Stahl, Peter Würthen, Matthias Grohs, Benjamin Junge
Erste Selbacher Gemarkungswanderung als Teil einer aktiven Heimat- und Geschichtspflege
Die Gemarkung Selbach ist mit 366 Hektar die kleinste im Wisserland. Da könnte man meinen, eine Begehung der Gemarkungsgrenzen sei an einem Nachmittag leicht zu bewerkstelligen. Doch weit gefehlt, denn typisch für diesen Landstrich sind seine vielen Täler und Anhöhen, die den Wanderer den Schweiß auf die Stirn treiben.
Ein Teil der Wandergruppe in Neuhöfchen – mit Panoramablick
So beschränkten sich rund fünfzehn Selbacher bei der ersten Gemarkungswanderung mit den westlichen und nördlichen Ausläufern ihrer Heimat. Ortsbürgermeister Matthias Grohs lud zu der Veranstaltung ein und zeigte sich erfreut über das Interesse der Bürger. Auf der sechs Kilometer langen Strecke gab es allerlei Informationen über die Bedeutung der verschiedenen Flurbezeichnungen, geschichtliche Eckdaten, Selbacher Besonderheiten wie das Haubergwesen sowie naturräumliche Erklärungen. Die Teilnehmer ergänzten die Ausführungen mit eigenen Erfahrungsberichten.
Zwischenstopp mit Rast am Selbach
Die Gruppe startete „In den alten Eichen“ unterhalb von Kirchseifen, durchstreifte den Wald durch die „Kohlhardt“ und „Muckeshardt“, machte Rast am Selbach an der Grenze zu Schönstein, bevor es entlang der „Hüttenwiese“ unterhalb der „Langenhardt“ steil bergauf nach Neuhöfchen ging. Auf der „Elgenhardt“ und den „Breiten Hähnen“ erläuterte Matthias Grohs die traditionelle Haubergbewirtschaftung mit ihren ehemaligen Produktformen wie Holzkohle, Lohe und Getreide. Er demonstrierte an einer Eiche das Lohschälen mit Originalwerkzeugen, die sich im Wappen des Ortes wiederfinden: Lohritzer und -schäler. Die Eichenrinde mit ihrer Lohe, notwendig für die Lederherstellung, wurde bis in die 1950er Jahre in Selbach von den Dorfleuten geschält und an die umliegenden Lohmühlen verkauft.
„Wir sollten unsere Heimat kennen, wissen, woher wir kommen, um den Weg in die Zukunft gehen zu können. Dazu war die Wanderung eine gute Gelegenheit, die wiederholt werden sollte“, resümierte ein Teilnehmer an der Hüsch-Garage, wo die Veranstaltung bei heißer Fleischwurst und kühlen Getränken ihren Ausklang fand.
Zum Abschluss gab es heiße Fleischwurst, kühle Getränke und allerlei Schwätzchen.
Mit dem Startschuss für den Ausbau der Tannenstraße beginnt in Selbach-Brunken ein bedeutendes Bauvorhaben. Im Rahmen eines Ortstermins informierten Ortsbürgermeister Matthias Grohs, Beigeordnete Nina Hüsch sowie Mitarbeitende der Verbandsgemeinde, des Bauamts und der ausführenden Firmen am 8. April über die anstehenden Arbeiten. „Die Straße ist in die Jahre gekommen – die Substanz ist an vielen Stellen stark beschädigt. Mit dem Ausbau schaffen wir jetzt eine dringend notwendige Grundlage für eine funktionierende Infrastruktur im Ort“, erklärte Grohs. Die Maßnahme ist die umfangreichste in der Gemeinde seit Jahrzehnten und ein erster Schritt in einer Reihe geplanter Sanierungen.
Was wird gemacht? Die Tannenstraße wird auf einer Länge von rund 800 Metern erneuert. Etwa drei Viertel davon werden grundhaft neu aufgebaut, weitere 200 Meter erhalten eine neue Asphaltdecke im sogenannten Hocheinbau. Die zukünftige Fahrbahn wird 5,50 Meter breit. Ergänzend entstehen Randeinfassungen und strukturierende Elemente wie Bankettplatten – besonders im Abschnitt der Freistrecke. Ein zentrales Thema ist die Entwässerung: Neue Einläufe und ein unterirdisches Leitungssystem sollen künftig dafür sorgen, dass Oberflächenwasser zuverlässig abgeführt wird. Ein dreisträngiger Regenwassersammler, Versickerungsflächen und die Anbindung an den Kohlbach sind Bestandteile des Konzepts. Der bestehende Schmutzwasserkanal bleibt erhalten. In Teilbereichen sind Tiefbauarbeiten an Gas- und Wasserleitungen notwendig. Die Arbeiten erfolgen größtenteils unter Vollsperrung. Die Grundstücke bleiben für Anwohnende aber fußläufig erreichbar – abgestimmt mit der ausführenden Firma.
Finanzierung und Ausblick Das Bauvorhaben wird rund 2,4 Millionen Euro kosten. Etwa 1,5 Millionen Euro davon sollen über Beiträge der Anlieger gemäß Kommunalabgabengesetz (WKB) gedeckt werden. Rund 90 Grundstücke sind beitragspflichtig, zwei Randbereiche werden vollständig durch die Ortsgemeinde finanziert. „Wir gehen diesen Schritt bewusst – nicht mit Luxus, sondern mit Blick auf die Zukunft unserer Gemeinde“, so Grohs. Die Tannenstraße soll dabei nicht die letzte Maßnahme bleiben: Weitere Ausbauten im Ort sind geplant, sofern die finanzielle Belastbarkeit es zulässt.
Text und Fotos: Lara Jane Schumacher
Weiter unten ersehen Sie die Baupläne und weitere Informationen.
Baustelle Brunken Tannenstraße, Einschränkungen im Linienverkehr
Sehr geehrte Fahrgäste,
aufgrund einer Baumaßnahme mit Vollsperrung in Brunken, ändert sich für die Linie 269 in dem Zeitraum vom 07.04.2025 bis Ende März 2026 die Linienführung.
Folgende Haltestellen können während der Baumaßnahme nicht bedient werden:
# Brunken Ost (Nächste Haltestelle: Brunken Ersatzhaltestelle, Schotterplatz oder Selbach Vor der Hardt)
# Brunken West (Nächste Haltestelle: Brunken Ersatzhaltestelle, Schotterplatz)
# Selbach Bergstraße (Nächste Haltestelle: Selbach Vor der Hardt)
# Selbach Wendeschleife: Die Haltestelle „Selbach Wendeschleife“ kann nur zu folgenden Uhrzeiten bedient werden:
Linie 268:
# 08:10 Uhr, nach Schönstein Kindergarten
# 12:41 Uhr, von Schönstein Kindergarten kommend
Linie 269:
# 06:48 Uhr, von Wissen kommend (Nur an Schultagen)
# 06:52 Uhr, nach Gebhardshain (Nur an Schultagen)
# 12:27 Uhr, von Gebhardshain kommend (Nur an Ferientagen)
# 12:29 Uhr, von Gebhardshain kommend (Nur an Schultagen)
# 13:32 Uhr, von Wissen kommend (Nur an Schultagen)
# 14:04 Uhr, von Gebhardshain kommend (Nur an Schultagen)
# 14:21 Uhr, von Gebhardshain kommend (Nur an Schultagen)
# 17:21 Uhr, von Gebhardshain kommend (Nur an Schultagen)
# Die Haltestelle „Selbach Wendeschleife“ wird von den Anruf-Linien-Fahrten (ALF) fahrplanmäßig bedient.
# Bei allen nicht aufgeführten Uhrzeiten/Fahrten kann nur die Haltestelle „Selbach Vor der Hardt“ bedient werden.
Die heutigen sehr hohen Anforderungen und Standards im Naturschutz- und Baurecht sowie die Berücksichtigung von Starkregen- und Hochwasservorsorge führen dazu, dass landauf, landab Neubaugebiete kaum noch erschlossen werden. Die Mitglieder des Ortsgemeinderates von Selbach sind sich darüber hinaus einig, dass es aus landschaftsökologischen Gesichtspunkten nicht mehr zeitgemäß ist, wie bisher, weiter in die Peripherie, d.h. angrenzend an die bisherigen Siedlungsstrukturen, zu bauen. Der Flächenfraß und die Versiegelung gehen zu Lasten der Umwelt und erhöhen überdies das Risiko der Überhitzung in den Sommermonaten, gerade vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme. Weitere Folgen von klassischen Neubaugebieten könnten eine schleichende Verödung und ein allmählicher Attraktivitätsverlust des Dorfkerns sein. Der Verlust des dörflichen Zusammenhalts ginge damit einher.
Doch wir wollen unser Dorf nicht nur gesellschaftlich weiterentwickeln, sondern auch in Bezug auf die Infrastruktur. Hierzu zählen die Modernisierung bzw. der Ausbau unserer Gemeindestraßen und deren Nebenanlagen, aber eben auch die bauliche Entwicklung. Die Ortsgemeinde verfolgt aus den oben genannten Gründen das Ziel „Innen- vor Außenentwicklung“: Zwar verfügt die Ortsgemeinde selbst über kein bebaubares Grundstück mehr, jedoch besteht in den Ortsteilen Selbach und Brunken noch reichlich Potenzial an privaten Bauflächen. Nachfolgend dargestellte Karte soll dies verdeutlichen.
Haben Sie Interesse an einer der 33 (Stand April 2025) „blauen Flächen“, um hier Ihr Eigenheim zu realisieren? Sprechen Sie gerne Ortsbürgermeister Matthias Grohs, die Beigeordneten oder die Mitarbeiter des Bauamtes im Rathaus Wissen an, wir stellen gerne den Kontakt zu den Eigentümern her!
Der Frühling steht vor der Tür und Ostern rückt näher! Passend dazu lud die Ortsgemeinde Selbach alle Bastelfreunde herzlich zur gemeinsamen Bastelaktion für Osterdekoration ein. Die Veranstaltung fand am Samstag, den 15. März 2025, in der Hüsch-Garage statt und versprach einen kreativen Nachmittag für Jung und Alt.
Unter Anleitung konnten die Teilnehmer bunte Osterdekorationen gestalten. Alle benötigten Materialien wurden gestellt, sodass sich jeder ganz auf das Basteln konzentrieren konnte.
Rund zwanzig Kinder hatten viel Spaß bei der Gestaltung ihrer Ostereier aus Holz und Styropor. Mit bunten Farben und kreativen Mustern entstanden einzigartige Kunstwerke, die das Osterfest noch fröhlicher machen. Die Eier werden im Dorf verteilt und sollen allen Selbachern Freude bereiten.
Die Bastelaktion wurde von Gemeinderatsmitglied Peter Hutzler organisiert. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und so wurde es ein schöner Nachmittag in geselliger Runde, der bestimmt wiederholt wird.
Kinder, die noch keine Klappern für das traditionelle Osterklappern besaßen, bekamen in diesem Rahmen eine handgefertigte Klapper. Die Jahrhunderte alte Selbacher Tradition, das Klappern, wird – wie seit jeher – von den Kindern und Jugendlichen selbst organisiert. Die Termine: Gründonnerstag, 18 Uhr, Karfreitag, 7, 12 und 18 Uhr und Karsamstag 7 und 12 Uhr. Die Klapperkinder starten an der Kirche und gehen durch alle Straßen des Dorfes, um die verstummten Kirchenglocken durch hölzerne Klänge zu ersetzen. Als Belohnung beschenken die Selbacher die fleißigen Kinder mit „Eier, Eier oder Geld“. Alle Kinder sind herzlich willkommen, in der Gemeinschaft mitzumachen und die Tradition fortzusetzen.
Siebter „Selbacher Dialog“ fand erstmals außerhalb des Dorfes statt. Jubiläum der Schützenbruderschaft, Klapperbau, Gemarkungswanderung und vieles mehr geplant.
SELBACH. Wie jedes Jahr lud Ortsbürgermeister Matthias Grohs wieder alle Ortsvereine (DJK Wissen-Selbach, Förderverein „Wir für Selbach“, Karnevalsfrauen, Musikverein Brunken, Schützenbruderschaft St. Hubertus, St. Anna-Verein, Sportfreunde Selbach) sowie die Kirchengemeinde ein, um Veranstaltungen im neuen Jahr gemeinsam zu planen. Außerdem wurde die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und der Ortsgemeinde bei den vielfältigen Festen und Aktionen besprochen. Diese hat sich in den letzten Jahren als sehr fruchtbar und erfolgreich erwiesen. „Man hilft sich bei den Festen gegenseitig und richtet sie teilweise gemeinsam aus. Das stärkt den Zusammenhalt und kommt bei den Selbachern gut an“, stellten die Teilnehmer der Runde unisono fest. Auch Verbesserungsvorschläge wurden erörtert.
v.l.:Peter Hutzler (Sportfreunde), Britta Palm (Karnevalsfrauen), Pascal Schneider (Musikverein), Dennis Hüsch (Wir für Selbach), Jasmin Globas (DJK), Stephan Decker (Schützenbruderschaft), Matthias Grohs (Ortsbürgermeister); Foto: Peter Hutzler
Im jährlichen Wechsel stellen die Vereine ihre Räumlichkeiten für den Dialog zur Verfügung. Dieses Jahr fand die Besprechung erstmals außerhalb Selbachs, im DJK-Heim in Wissen, statt.
Als ein Höhepunkt des Jahres darf sicherlich das 90-jährige Jubiläum der Schützenbruderschaft bezeichnet werden, das am letzten Juliwochenende an drei Tagen stattfinden wird. 2025 stehen über dreißig Veranstaltungen an, darunter auch wieder neuartige Termine: So richtet die Ortsgemeinde vor den Kartagen eine Mitmachaktion zum Thema „Klappern und Osterdeko“ aus, die insbesondere an Kinder und Eltern gerichtet ist, die noch keine traditionelle Osterklapper besitzen. Im Spätsommer können die Dorfbewohner an einer Wanderung rund um die Gemarkung teilnehmen und dabei so manche Selbacher Besonderheiten, beispielsweise über die Haubergswirtschaft, erfahren. Für die ehrenamtliche Renovierung der gemeindeeigenen Garagen sind mehrere Termine im Frühjahr angesetzt.